
Diesmal bin ich es, der schon um 5 Uhr zum Aufbrechen drängt. Noch im Dunkeln ziehen wir weiter durch das Tal bis es dann steil und schwer bergan nach La Faba geht.

Hier aber sofort in die Bar.. Cafe con leche.. Die Bar ist gut gefüllt und die Bedienung völlig überfordert. Aber irgendwann haben wir unseren Cafe getrunken und gehen dann den O Cebreiro an.. Aufstieg auf ca. 1300 Meter durch eine einfach atemlos machende Landschaft.


Kurz unter dem O Cebreiro überschreiten wir dann die Grenze zu Calicien. Ein viel fotografierter Stein zeigt es uns. Nach einer weiteren halben stunde haben wir dann den legendären Ort erreicht.O Cebreiro ist ein kleines Dorf am Jakobsweg im östlichen Galicien/Spanien auf 1300 m ü. NN.
Es besteht als Pilgerstation, seit Alfons II der Keusche 836 hier ein Pilgerhospital und ein Kloster zu dessen Betreuung stiftete. Es ist gleichzeitig wichtig für die aktuelle Pilgerei: Von hier – der Wirkungsstätte des Pfarrers Don Elias Valiña Sampedro – gingen wichtige Impulse für die Neubelebung des Jakobswegs aus.
Berühmt ist es durch ein Hostienwunder, das sich im Jahr 1300 hier zugetragen haben soll: Ein frommer Bauer kommt trotz Sturm den Berg hinauf zur heiligen Messe, die ein an Gott zweifelnder Mönch zelebriert. Er macht sich insgeheim lustig über den Bauern. Während der Eucharistie wandelt sich jedoch tatsächlich Brot und Wein in Fleisch und Blut Christi, worauf der Mönch geheilt ist.
Das "Wunder von O Cebreiro" ist ein durch die katholische Kirche offiziell anerkanntes Hostienwunder (durch Papst Innozenz VIII., 1484–1492, und Papst Alexander VI. 1492–1503). Die Katholischen Könige stifteten ein Bergkristallfläschchen für "Fleisch und Blut", die Wallfahrt zu Ehren des Wunders findet jeweils am 8./9. September statt.
Wr holen uns in der bemerkenswerten Kirche einen Stempel und versuchen uns vor der Web Cam zu positionieren, damit sie uns in der Heimat live sehen können. So ganz klappt das aber nicht. Wir halten uns nicht lange auf und gehen entlang der Strasse bei sonnigem Wetter Richtung Alto de Polo. Nach einem knackigen Anstieg befinden wir uns auf ca. 1500 m. Nachdem wir in einer kleinen Bar gegessen und getrunken haben, gehts weiter.. Wir wollen in Fonfria in der Herberge einkehren. Leider sind die Doppelzimmer belegt. So landen wir dann einige Kilometer weiter in Biduedo in einem rustikalen Gasthof. Eine sehr schöne aber auch anstrengende Tagesetappe ist geschafft.
Einige deutsch kehren hier auch ein. Leider ist es schwer hier sich etwas zu essen zu bestellen. Spanisch müsste man können. Aber es klappte dann doch.
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