Freitag, 18. Juli 2008

Von Biduedo nach Samos, Sonntag, den 22.06.2008


Etwas länger haben wir geschlafen. Um 7 Uhr gibts Kaffee.. Den läßt Wolfgang sich natürlich nicht entgehen. Ich dagegen starte schon in einen wunderschönen Sonnenaufgang hinein. Es geht stetig bergab durch idyllische kleine Dörfer Richtung Tricastella. Zügig komme ich voran und bald is Tricastella erreicht . Am Ortseingang mache ich Pause.. Nach einem Cafe con Leche trudelt Wolfgang auch schon ein. Er  macht hier auch eine Pause, während ich schon weiter Richtung Sarria aufbreche. Wäre ich mal sitzen geblieben! Immer an der Strasse entlang geht es durch das Tal Richtung Samos. Ausgerechnet auf diesem gut befestigten Weg passiert es dann. Ich knicke um und lande in voller Länge auf der Straße. Beim Abstützen verletze ich mir die Hand.. Das sieht nicht gut aus ! Im Gesicht habe ich einige Abschürfungen . Das darf doch nicht wahr sein. Ist mein Weg hier zu Ende?? Ich rufe Wolfgang an der nur knapp hinter mir läuft. Er verbindet die Hand und schient sie mit einem Stück Holz.. Was nun tun?

Kurz nach dieser Aufnahme passiert es..




Gebrochen???

Wir halten ein vorbeifahrendes Taxi an, welches uns nach Sarria in einen Ambulanz bringt. Hier begutachet man die Hand und verweist uns an das Krankenhaus in Lugo zum Röntgen. Also wieder ins Taxi und die gut 35 km nach Lugo. Im Krankenhaus herrscht reger Betrieb. Nach einiger Zeit wird die Hand geröntgt und die Abschürfungen desinfiziert. Gott sei Dank ist es nicht gebrochen und wird nur geschient und verbunden..Dann bin ich entlassen.. Was wird nun?
? 

Ich entscheide mich, dass es genau von da weitergeht wo wir ins Taxi gestiegen sind.. Also durch Lugo zum Busbahnhof und zurück nach Sarria..
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Am Busbahnhof von Lugo. Hätten wir heute morgen noch nicht gedacht, dass wir durch Lugo laufen..
Von da weiter mit dem Taxi zum Ausgangspunkt. Die Hand schmerzt zwar nicht aber es ist schon noch ein schweres Stück bis nach Samos. Ob ich das so die 130 km bis Santiago schaffe? Erst gegen 16 Uhr kommen wir heute in Samos an. Um diese Zeit sind fast keine Pilger mehr unterwegs. Die Aufregung und Anstrengung dieses Tages war groß. Ich setze mich gleich in ein Straßencafe und bestelle mir erst mal ein großes Bier. Wolfgang geht derweil nach einer Pension gucken. Es dauert nicht lange und er ist zurück. Nur ein paar Meter weiter beziehen wir unser feudales Nachtquartier.
Samos ist ein weiterer Ort am Camino de Santiago (Jakobsweg), den man besuchen sollte. Die Geschichte der Gemeinde ist eng mit der des Klosters verwoben, denn die friedliche Umgebung macht sie zu einem geeigneten Ort für Gebet und Klausur.

Das Kloster San Xian de Samos wurde am Ufer des Flusses Sarriá, der auch Ouribio genannt wird, erbaut. Hier lebte eine Eremiten-Gemeinschaft, die von der religiösen Hierarchie begünstigt wurde und nach und nach das Kloster errichtete, das das restliche Dorf in den Schatten stellt. Seit dem 12. Jahrhundert ist es ein Benediktinerkloster. Der Bau ist eine Stilmischung und vereint Strukturen der Romanik, der Gotik, der Renaissance und des Barock. In Samos wohnte und lehrte Padre Feijoo, der aus Ourense stammte und im 18. Jahrhundert starb. Er ist Teil der Geschichte Galiciens.

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