Bekannter als der Ort ist der auf seinem Gebiet befindliche und für Jakobspilger wichtige Monte do Gozo (Freudenberg), von dem aus sich erstmals die Kathedrale von Santiago de Compostela und damit das Ziel der Wallfahrt sehen lässt. Im Jakobsbuch wird er als Mons Gaudii und Ort großer emotionaler Ergriffenheit unter den Pilgern erwähnt. Wer hier als erster einer Pilgergruppe ankam, wurde von seinen Gefährten zum Pilgerkönig ernannt, ein Umstand, der sich auch auf deutsche Familiennamen auswirkte (zum Beispiel in den Formen König, Küng, Künig). Es ist noch einige Kilometer durch Santiago ehe wir dann an der Kathedrale ankommen.

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.Noch ist es relativ ruhig an der Kathedrale . Wir gehen ins Pilgerbüro und holen uns unsere Compostela ab.
Die Urkunde ist auf lateinisch verfasst; die deutsche Übersetzung lautet:
"Das Kapitel dieser mütterlichen, apostolischen und metropolitanischen Kirche von Compostela, der Wächter des Siegels des Altares des seligen Apostels Jakobus, in der Absicht, allen Gläubigen und Pilgern, die aus dem ganzen Erdkreis beseelt von Verehrung oder eines Gelübdes willen vor der Tür unseres Apostels, des Patrons und Schutzherren der spanischen Lande, des heiligen Jakobus, zusammenkommen, echte Schreiben zur Bestätigung des Besuches zu verschaffen, macht allen und jedem, die in das Vorliegende Einblick nehmen, bekannt, dass (Vorname und Nachname des Pilgers) dieses allerheiligste Gotteshaus, von Frömmigkeit getrieben, ehrerbietig besucht hat. Zur Beglaubigung dafür überreiche ich dir/Ihnen dieses vorliegende Schreiben, versehen mit dem Siegel eben derselben heiligen Kirche.
Gegeben in Compostela den (Tag, Monat, Jahr)" (evtl. noch Annus Sanctus - heiliges Jahr)."
Nun folgen die für Pilger üblichen Handlungen in der Kathredale:

In normalen Jahren wird der Kathedralen-Eingang vorne genutzt, jeder Pilger hält zuerst inne am Säulengang der Herrlichkeit (12 Jh.).
Jedem Santiago-Besucher bietet sich in der Kathedrale die Möglichkeit, die am Hauptalter beeindruckende Statue des Jakobus nicht nur zu begrüßen sondern auch zu umarmen.
Den Altar schmückt ein vergoldeter Baldachin. Darunter befindet sich die Gruft mit einem silbernen Schrein, der die Reliquien enthält, unter anderen ein auf das Jahr 874 datiertes goldenes Kruzifix, das einen Splitter des Kreuzes Christi beinhalten soll. Hier verharren viele Pilger tief ergriffen.
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