
Noch ist die Sonne nicht aufgegangen. Auf dem Weg von Rabanal nach Foncebadon. Alles ist ruhig.. kaum Pilger unterwegs. Wir sind gegen 6 Uhr aufgestanden. Ein reges Treiben in dem Schlafsaal. Die Enge veranlasst uns, den Rucksack in der Küche zu packen. Nach einem Kaffee gehts dann los. Es ist noch etwas dunkel aber wir finden den Weg,, er führt durch eine wunderschöne Ginsterlandschaft. Gut ist es, diesen Weg alleine zu gehen und diese Morgenstimmung auf sich wirken zu lassen. Stetig bergan führt der Weg bis man dann nach Foncebadon das Eiserne Kreuz erreicht. Viele Pilger finden sich bereits hier ein und legen ihre Steine ab. Unzählige Fotos werden gemacht. Schnell ist das uns zu unruhig und wir gehen weiter.

Einige Kilometer weiter läutet der legendäre Tomaz und begrüßt so jeden Pilger. Wolfgang nimmt hier eineige Kaffes während ich schon weiterlaufe
Der Camino führt nun weiter über die Berghöhen um dann steinig bergab nach Acebo zu verlaufen. Hier machen wir im Schatten eine längere Pause und stärken uns mit Bocadillos und Getränken aus einem kleinen Geschäft. Dann gehts weiter über schöne aber sehr steinige Wege an unser Tagesziel Mollinaseca. Unterwegs wundern wir uns über einige Pilger die nur einen kleinen oder keinen Rucksack mitführen. Es sind Buspilger. Als wir in dem Gasthof nach einem Zimmer fragen, merken wir, dass alles von Buspilgern belegt ist. Wir wundern uns was die für Riesenkoffer mitführen.
Nach einem "completto" vermittelt uns die Empfangsdame jedoch an eine Nachbarpension. Hier erhalten wir eine komplette Ferienwohnung, die beste Unterkunft die man sich vorstellen kann..
So richtet der Camino alles.

Ein prägnannter Punkt ist erreicht. Wolfgang am Cruz Ferro.Rechts lege ich den Stein hin
Das Cruz de Ferro (span.: Cruz de Hierro, dt.: Eisenkreuz) ist ein kleines Eisenkreuz, das, auf einen Baumstamm montiert, in den Montes de León den mit 1500 m ü. NN höchsten Punkt des spanischen Jakobwegs am Monte Irago markiert.
Das Kreuz steht in einem Steinhaufen, der von den Pilgern stetig vergrößert wird. Neben einer kleinen neuzeitlichen Kapelle gibt es einige überdachte Rastplätze für Pilger. Bis zur Christianisierung des Ortes durch einen Eremiten, der den Vorläufer des oben erwähnten Kreuzes aufstellte, wurde an dieser Stelle einer römischen Weggottheit durch Ablegen eines Steines gehuldigt. Da aber auch die Kelten Wegkreuzungen und andere herausragende natürliche Plätze als Kultstätten nutzten, wird auch das nicht der erste Kult an diesem Platz gewesen sein.
Laut dem Herbergsvater Tomás der Pilgerherberge von Manjarin soll der Steinhaufen in den 50er Jahren an der Autostraße aufgeschüttet worden sein, damit der Ort für die Bustouristen besser erreichbar ist. Der Original-Haufen aus der Römerzeit soll sich 300 Meter abseits der Straße befinden. In den 1990 Jahren wurde das Cruz de Ferro Opfer von Vandalismus, als Unbekannte den Baumstamm des Kreuzes mit einer Motorsäge durchtrennten.
Der ursprünglich nicht christliche Brauch, am Cruz de Ferro einen Stein abzulegen, wird inzwischen problemlos in religiös motivierte Wallfahrten integriert, indem der von zu Hause mitgebrachte Stein als Symbol der auf dem Weg hinter sich gelassenen "Sünden" respektive der schon erfahrenen Läuterung betrachtet wird. Viele Pilger nutzen das Cruz de Ferro auch, um am Baumstamm des Kreuzes persönliche Dinge, Briefe oder gar Votivgaben anzubringen.
.Etwas verlassen stehe ich da am Cruz de Ferro
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